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Bash ist die Standard-Shell auf den meisten Linux-Distributionen. Im folgenden ein paar Tipps, die die Bedienung dieser Shell noch einfacher oder komfortabler machen.

Bash-Completion

Ein praktisches Feature, das vermutlich fast jeder Bash-User recht häufig verwendet: Man tippt die ersten paar Zeichen eines Befehls oder Datei- bzw. Verzeichnisnamens und drückt die Tab-Taste. Die Bash ergänzt dann: Soweit eindeutig, wird sofort ergänzt, gibt es mehrere Möglichkeiten, werden diese zur Auswahl angeboten.

Doch wie funktioniert das eigentlich? Je nach Distribution können mal mehr mal weniger Befehle vervollständigt werden.

Nun im Prinzip laufen eigentlich nur ein paar Scripte ab, die unter /etc/bash_completion.d/ liegen, die schon getippten Zeichen entgegennehmen und sinnvoll vervollständigen. Wenn mehr Scripte da liegen sind auch mehr Befehle und deren Parameter bekannt, die dann automatisch ergänzt werden können. Für maximal möglichen Komfort holt man sich also die aktuellste Version der Bash Completion von http://bash-completion.alioth.debian.org/ und installiert diese.

An Hand der Beispiele kann man natürlich auch eigene Scripts schreiben und dort ablegen, die z. B. die Parameter von selbst geschriebenen Programmen beherrschen und vervollständigen können.

Befehl nicht abschicken

Wenn Sie auf der Bash einen Befehl eingegeben haben, und möchten ihn jetzt (erstmal) doch nicht ausführen, brechen die meisten User mit CTRL-C ab. Dies hat aber den Nachteil, dass man dann später, wenn man den Befehl dann doch braucht, ihn komplett neu tippen muss, er ist auch nicht in der history.

Eine hilfreiche Tastenkomination ist in diesem Fall

Alt-#

Es wird einfach ein # vor den Befehl gesetzt und abgeschickt. Da er auskommentiert ist, wird er nicht ausgeführt. Er landet aber in der history und kann später wieder hergeholt werden. Dann einfach das # entfernen und abschicken.